Erneuerbare Energien, Steuerung über eine Smartphone App, Sensorik und 3D-Druck – das alles vereinen vier Maschinenbau-Studierende aus dem Masterstudiengang „Produktentwicklung und Fertigung“ in ihrem Kehrroboter. Im Zuge einer Projektarbeit haben sie einen App-gesteuerten und über Solarzellen aufladbaren Kehrroboter entwickelt und im 3D-Druck gefertigt. Beteiligt sind an dem Projekt die Erstsemester Annika Edelhäuser, Lasse Kasurinen, Silke Binder, und Maximilian Thal (im Bild von links nach rechts).

Das Projekt ist Teil der Prüfungsleistung im Kurs Digital Product Development and Manufacturing bei Prof. Dr. Markus Merkel, dem Leiter des Masterstudiengangs. Prof. Merkel ist auch Teil des SmartPro-Impulsprojekts Smart-ADD, in dem sich alles um Additive Fertigung für die verschiedensten Anwendungen dreht. Die Aufgabenstellung an die Studenten war, einen Roboter zu entwickeln, der Böden im Industrieumfeld sauber und damit sicher hält, in dem er mit einer integrierten Bürste zum Beispiel kleine Schrauben aufkehrt. Entwickelt hat das Projektteam einen Kehrroboter, der entweder automatisch per Zufall durch die Gegend fährt und mit Abstandssensoren seine Umgebung erkennt oder sich manuell via Smartphone-App steuern lässt. Für die Energieversorgung besitzt der Roboter einen Akku, der über die Solarzelle wieder aufgeladen werden kann. Somit ist der Roboter energieautark.

Ergänzend zum Theorieteil, der in der online-Vorlesung stattfand, freuten sich die Studierenden auf das praktische Umsetzen, das unter Corona-Bedingungen in den Laboren der Hochschule Aalen möglich war. „Wir haben den Roboter vollständig in Eigenarbeit entwickelt, konstruiert und ausgelegt. Fertigen durften wir die Teile größtenteils an den 3D-Druckern der Hochschule, wodurch wir einige Freiheiten mehr hatten in der Konstruktion als sonst üblich“, erzählt Maximilian Thal.

Info: Im querschnittlich-angelegten Projekt Smart-ADD, das dem Vorgängerprojekt AddFunk auf den Fuß folgt, forscht das SmartPro-Team zusammen mit Unternehmenspartnern an innovativen Einsatzmöglichkeiten für Additive Fertigung – insbesondere den 3D-Druck. Dadurch sollen Ressourcen effizient eingesetzt werden, da durch neue Geometrien und Techniken Material nur da eingesetzt werden kann, wo es gebraucht wird.

Fotohinweis:
Titelbild: Das CAD-Modell zeigt das Innere des Kehrroboters | © Hochschule Aalen
Beitragsbild: Haben einen Kehrroboter mit Solarzellen entwickelt und gefertigt: Annika, Lasse, Silke und Maximilian aus dem Masterstudiengang „Produktentwicklung und Fertigung“ | © Hochschule Aalen