Forschung // Leichtbau

SmartPro – Key to Smart Products!

Leichtbau ist eine branchenübergreifend bedeutsame Technologie, um Energie- und Ressourceneffizienz zu erreichen. Daher wird in den Impulsprojekten InDiMat (2017-2021) und Smart-LIGHT (voraussichtlich 2022-2026) an innovativen Leichtbautechnologien geforscht.

An diesen Projekten sind neben Konzernen sowie Forschungs- und Transferpartnern auch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beteiligt, die von den innovativen Ideen besonders profitieren.

Smart-LIGHT

// Projektstart: voraussichtlich Frühjahr 2022

 

Projektleitung

Prof. Dr. Lothar Kallien
Gießereitechnologie Aalen
Tel.: +49 (0) 7361 576-2252
lothar.kallien@hs-aalen.de

 

Projektpartner

Hochschule Aalen
Unternehmen
  • Albert Handtmann Holding GmbH & Co. KG

  • Alfred Härer GmbH

  • ELECTRONICS GmbH

  • Franke GmbH

  • HAAS Metallguss GmbH

  • Henkel AG & Co. KGaA

  • IFO – Institut für Oberflächentechnik GmbH

  • Oskar Frech GmbH & Co. KG

  • PVA TePla Analytical Systems GmbH

  • TRUMPF Laser- und Systemtechnik GmbH

  • Voith Composites GmbH & Co. KG

Weitere Forschungsinstitutionen
  • Technische Universität München – Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen (UTG)

Transferakteure
  • Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg GmbH (Leichtbau BW)
  • Photonics BW e.V.

Smart-LIGHT

Smarte Druckguss-Strategien durch Machine Learning sowie innovative Fügeprozesse und Prüftechnologien für hybride Leichtbaukonstruktionen

Aufgrund der steigenden Bedeutung von Ressourcen- und Energieeffizienz wird die branchenübergreifende Schlüsseltechnologie Leichtbau immer wichtiger. Ein wesentliches Ziel ist dabei, durch geeignete Auslegung und/oder Kombination unterschiedlicher Werkstoffe die Festigkeits- und Steifigkeitsanforderungen eines Bauteils bei minimalem Gewicht zu erfüllen. Dabei werden auch Kosten und Qualität berücksichtigt. Insbesondere innovative Fügetechnologien, mit denen sich unterschiedliche Werkstoffe in sogenannten Multimaterialverbunden kombinieren lassen, werden als game changer angesehen − im Fahrzeug- und Maschinenbau, in der Luft- und Raumfahrttechnik und weiteren Anwendungsgebieten.

Smart-LIGHT adressiert diese Herausforderungen unter anderem mit der Entwicklung serientauglicher zerstörungsfreier Prüfverfahren, beispielsweise mittels Röntgenstrahlung bei der Computertomographie (CT) und durch Ultraschallmikroskopie. Eine von Beginn an eingeplante Kombination mit Machine Learning-basierten Methoden erlaubt schnelle Qualitätsaussagen und damit verbunden Prozessoptimierung zur Herstellung von Druckgussbauteilen und hybriden Konstruktionen (z.B. Metallen mit faserverstärktem Kunststoff). Dies erfolgt in enger Kooperation mit dem Impulsprojekt . Auch neuartige Fügeverfahren zur Herstellung dieser hybriden Bauteile werden erforscht, so dass unter anderem eine Erweiterung der Einsatzgrenzen von Druckgussbauteilen möglich wird.

InDiMat

Intelligente Fügeprozesse und Leichtbau-Designs sowie qualitäts­sichernde Prüfverfahren für energieeffiziente Produkte

Leichtbau ist eine Schlüsseltechnologie mit herausragender Bedeutung für Verkehr, Energieversorgung und Automatisierung in der Industrie. Im Vordergrund stehen Material- und Energieeffizienz. Zu den vielversprechendsten Leichtbauwerkstoffen gehören kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (auch carbonfaserverstärkte Kunststoffe, kurz CFK). Oft wird CFK als Multimaterialverbund mit breitem Anwendungsspektrum realisiert, zum Beispiel durch Verbindung mit Leichtmetallen und hochfesten Stählen. Auf kosteneffiziente, intelligente Verfahrensansätze für hybriden Leichtbau zielte das Impulsprojekt InDiMat ab. Dabei standen drei Verfahren im Fokus: Druckumgießen, thermisches Direktfügen sowie klebetechnisches Fügen von CFK mit Leichtmetallen zur Darstellung hochfester Multimaterialverbunde. Ergänzend wurden Simulationsmethoden zur Auslegung der Bauteile sowie zerstörungsfreie Prüfverfahren weiterentwickelt, um mit dem Transfer der Fügeverfahren in die Partnerunternehmen und weitere Branchen gleichzeitig fertigungsbegleitende, qualitätssichernde Prüfverfahren zur Verfügung stellen zu können.

InDiMat

// Projektlaufzeit: 01.06.2017 bis 31.08.2021

 

Projektleitung

Prof. Dr. Lothar Kallien
Gießereitechnologie Aalen
Tel.: +49 (0) 7361 576-2252
lothar.kallien@hs-aalen.de

 

Projektpartner

Hochschule Aalen
Unternehmen
  • Alfred Härer GmbH
  • Carbon-Werke Weißgerber GmbH & Co. KG
  • DYNA more GmbH
  • ELECTRONICS GmbH
  • EMAG Automation GmbH
  • Franke GmbH
  • HAAS Metallguss GmbH
  • Henkel AG & Co. KGaA
  • IFO – Institut für Oberflächentechnik GmbH
  • Oskar Frech GmbH & Co. KG
  • PVA TePla Analytical Systems GmbH
  • TRUMPF Laser- und Systemtechnik GmbH
  • Voith Composites GmbH & Co. KG
Weitere Forschungsinstitutionen
  • Technische Universität München, Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen
  • Universität Ulm
Transferakteure
  • Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg GmbH (Leichtbau BW)
  • Photonics BW e. V.

Folgen Sie uns!

Immer auf dem Laufenden
über das SmartPro-Netzwerk bleiben Sie
auch auf LinkedIn.
Klicken Sie doch mal vorbei!

Explorative Projekte

Die explorativen Projekte im Bereich Leichtbau beschäftigen sich zum Beispiel mit der laserbasierten Oberflächenbearbeitung und -funktionalisierung für trennmittelfreien und damit ressourcenschonenden Druckguss oder mit dem Design hybrider Autobauteile, die im Falle eines Crashs die Sicherheit gewährleisten. Dabei kommen zur kraftflussgerechten Auslegung der Bauteile Simulationsmethoden und Strukturdesigns zum Einsatz, die sich die Natur zum Vorbild nehmen. Im querschnittlich über alle SmartPro-Anwendungsfelder angelegten, explorativen Projekt DiMa dagegen wurde im Bereich Leichtbau das Ziel verfolgt, die Stabilität von CFK-basierten Multimaterialsystemen zukünftig besser prognostizieren zu können. Hierzu wurden bildbasierte Machine Learning-Ansätze entwickelt, mit denen die mechanische Festigkeit der in den Systemen enthaltenen Klebeverbindungen vorhergesagt werden kann.

TRICLA // 01.03.2019 – 31.08.2020

Topologieoptimierung hybrider Bauteile für den Automobilbau

Leichtere Bauteile mit hoher Stabilität und Sicherheit sind für den Automobilbau von großem Interesse. Zahlreiche Strukturbauteile in Autos, die bruchanfällig und bei einem Aufprall relevant sind, bestehen aus unterschiedlichen, miteinander kombinierten Materialien. Für solche sogennanten hybriden Bauteile ließen sich die gängigen Methoden zur Auslegung nicht hybrider Bauteile bisher nicht geeignet einsetzen und verknüpfen.

Ziel des Projektes TRICLA war daher die Entwicklung eines effizienten Workflows zur kraftflussgerechten Auslegung hybrider Strukturbauteile. Dazu wurden unterschiedliche Strukturoptimierungsmethoden sowie Simulationen kombiniert und die jeweiligen Materialeigenschaften und weitere Parameter berücksichtig. Zentraler Bestandteil war die dynamische Topologieoptimierung. Mit dieser Methode werden Bauteile nach bionischen Grundsätzen (nach dem Vorbild der Natur) und unter dynamischen Lasten konstruiert, wie sie z. B. bei einem Aufprall auftreten. So ließ sich in TRICLA am Demonstrator-Bauteil das Ziel erreichen, die eingesetzte Materialmenge signifikant zu reduzieren – bei gleichbleibender Performance des bruchanfälligen Bauteils.

SurfPlus // 01.04.2019 – 31.12.2020

Laserstrukturierte Oberflächen für trennmittelfreies Druckgießen

Aluminium-Druckguss gewinnt für Leichtbau-Anwendungen immer mehr an Bedeutung. Um beim Gießvorgang ein Anhaften des Bauteils an der Oberfläche des Druckgusswerkzeuges zu verhindern, sind bisher Trennmittel erforderlich. Ihr Einsatz ist jedoch kostenintensiv und kann zu Rissbildung und erhöhtem Verschleiß führen.

Das Projekt SurfPlus verfolgte daher das Ziel, ein innovatives trennmittelfreies Verfahren zu erarbeiten, das ein Anhaften des Aluminiumbauteils an das Werkzeug verhindert. Dazu wurde die Werkzeugoberfläche vor dem Gießvorgang mittels Ultrakurzpuls-Laserstrahlung definiert strukturiert. Bei geeigneter Auslegung der Strukturen und Oberflächenvorbehandlung der Bauteile ließ sich die Auszugskraft, die zum Entfernen des Bauteils nach dem Gießen notwendig ist, im Vergleich zu konventionellen Prozessen ohne Laserstrukturierung und ohne Trennmittel reduzieren. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass die Laserstrukturen der mechanischen Belastung
während des Gießprozesses standhalten. Mehrere Gießvorgänge waren ohne Anzeichen von
Verschleiß möglich sind.

Laserbasierte Oberflächenfunktionalisierung hat das Potential, Aluminium-Druckgussverfahren ohne Trennmittel zu ermöglichen und somit Wirtschaftlichkeit wie Qualität zu steigern. Dadurch können neue Anwendungsfelder eröffnet werden, die insbesondere für die Automotive-Branche von großem Interesse sind.

DiMa // 01.10.2019 – 30.09.2020

Digitalisierungspotenziale der Materialforschung in SmartPro

Das Explorative Projekt DiMa wurde in vier Teilprojekten durchgeführt, deren Anwendungsschwerpunkt sich jeweils an einem Impulsprojekt orientierte. Dabei wurde die Methodenkompetenz von Machine Learning (ML) – Experten mit der Expertise in den weiteren Forschungsbereichen von SmartPro zusammengeführt. So konnten in interdisziplinären Ansätzen neue Forschungsinhalte zur passgenauen Weiterentwicklung von ML-Methoden für SmartPro generiert werden.

Die Teilprojekte waren jeweils einem Impulsprojekt zugeordnet und dienten als Ausgangpunkt für die Entwicklung des querschnittlich angelegten Impulsprojekts BEYOND mit dem Schwerpunkt Machine Learning.

MashMult (zugeordnet dem Impulsprojekt InDiMat) hat die Oberflächenbeschaffenheit klebetechnisch gefügter Multimaterialsysteme untersucht, die auf kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen basieren (auch carbonfaserverstärkte Kunststoffe, kurz CFK, genannt). Dazu wurden zunächst Daten mittels 2D- und 3D-bildgebender Systeme gesammelt. Anschließend wurden Machine Learning – Ansätze eingesetzt, um die mechanische Festigkeit der Klebeverbindungen zu prognostizieren.

  • Projektleitung

    Prof. Dr. Ricardo Büttner, Wirtschaftsinformatik

KMU-Projekt

KorLe // 01.05.2019 – 31.10.2020

Korrosionsprüfung für den hybriden Leichtbau

Das Projekt KorLe war auf die Entwicklung eines standardisierten Prozesses zur Korrosionsprüfung ausgerichtet, bei dem normkonforme Verfahren zur Analyse der Materialbeständigkeit zum Einsatz kommen. Hierzu waren im thematisch verwandten SmartPro-Impulsprojekt InDiMat Multimaterialsysteme auf Korrosionsbeständigkeit und Witterungsbeständigkeit geprüft worden, die durch Fügetechnologien hergestellt worden waren.

Im Projekt KorLe standen die Charakterisierung und quantitative Auswertung der Materialschädigung im Fokus, z.B. durch Salzsprühnebel- und Schwitzwassertests oder auch UV-Bewitterung. Aussagen über die Schädigungsmechanismen und deren Einfluss auf die Materialeigenschaften helfen dabei, bessere Testmethoden zu entwickeln, die verlässlich und schnell Vorhersagen über die zu erwartenden Schädigungen erlauben.

  • Projektleitung
    IFO - Institut für Oberflächentechnik GmbH
  • Projektpartner
    Prof. Dr. Volker Knoblauch, Institut für Materialforschung Aalen
SmartPro // FH-Impuls:
Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region

Die Hochschule Aalen hat sich mit SmartPro bundesweit in der Spitzengruppe der Fachhochschulen positioniert. Sie wird als eine von zehn Hochschulen in der Fördermaßnahme FH-Impuls des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit rund 10 Millionen Euro für gut acht Jahre bis 2025 gefördert. Kernziele sind der nachhaltige Ausbau des regionalen Transfer- und Kooperationsnetzwerks, die Stärkung der Forschung und Innovationskraft. SmartPro leistet Beiträge zu gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimaschutz, Mobilität und Digitalisierung.